Der Name beider Orte ist slawischen Ursprungs und wird für Zinna von syno - Heu - Heudorf und für Welsau von veles - groß - abgeleitet. Zinna und Welsau wurden urkundlich erstmals im Jahre 1251 erwähnt. Aus dem Jahre 1251 ist die Bezeichnung für Zinna "Cinna" und für Welsau "Welsowe" bekannt. Die Ortsnamen von Zinna und Welsau unterlagen im Laufe der Jahrhunderte vielen Veränderungen.

Geschichte der Gemeinde Zinna

Die Gründung der Gemeinden Zinna und Welsau fällt zeitlich sehr eng zusammen. Die Lage beider Orte ergibt sich aus der vorgeschichtlichen Betrachtungsweise, die ursprünglichen Siedlungen hochwasserfrei auf "Höhenrücken" anzulegen, da diese Lage Vorteile für Ansiedlungen bot. Der Rohrteich, der Zeitschken- und der Laggengraben werden in diesem Zusammenhang besonders genannt. Reiche Urnenfunde sind auf dem Gebiet vor dem Gasthof zu Welsau gemacht worden. Blickt man zu den Zinnaer Höhen, so entsteht der Eindruck, dass die Erhebungen Zeugen verschiedener Geschehnisse zu allen vorgeschichtlichen und geschichtlichen Zeiten gewesen sind. Am Fuße des Berges, in der Welsauer und Zinnaer Aue und seitwärts der Dommitzscher Straße sind zahlreiche Bodenfunde geborgen worden, die auf eine slawische Siedlung hinweisen. Auf dem Zinnaer Berg wurde durch einen Bürger der Stadt Torgau im Jahre 1518 ein Weinberg angelegt, welcher 1538 zum Ratsweinberge wurde. Schöne Winzerhäuschen bildeten damals seinen Schmuck. Viele Jahre schwiegen Kirchenbücher und Chroniken über die Entstehung und Entwicklung unserer Orte. Die erste evangelische Kirchenvisitation von 1529 gibt uns Einblicke und Aufschlüsse in und über das Leben zu damaligen Zeiten.
Seit dem 01.01.2013 ist die Gemeinde Zinna in die Große Kreisstadt Torgau integriert.
Zeittafel:

1251     1. urkundliche Erwähnung der Orte
1510     Das Amtsdorf Zinna gehört zum Amt Torgau.
1637     Die Zinnaer Kirche wird von General Banner                          belagert und vollkommen verwüstet.
1722     Ersterscheinung des Ortssiegels mit dem                              traditionellen Lindenbaum 1760 Schlacht bei                      Torgau auf den Süptizer Höhen - Die Orte werden                  verwüstet.
1811     Auf Befehl Napoleons wird Torgau zur Festung                      umgebaut.
1813     Am 8. Dezember versuchen die Franzosen Welsau                  in Brand zu schießen.
1813     Am 25. Dezember wird in Welsau die Kapitulation                  abgeschlossen.
1820     Zinna hat 339 Einwohner und 44 Häuser, Welsau                  hat 266 Einwohner und 29 Häuser.
1850     Durchführung der Separation in beiden Orten
1851     Einführung einer neuen Gemeindeordnung
1857     Im Dorf Welsau wird die Angerbrücke gebaut.
1884     Die Zinnaer Kirche erhält eine Turmuhr.
1895     Eröffnung der Eisenbahnstrecke Torgau-Pretzsch
1905     Die Dorfstraße in Welsau wird gepflastert,                              Lindenbäume werden angepflanzt.
1910     Am 27. April: Einweihung und Inbetriebnahme des              Wasserwerkes in Zinna.
1920     Anschluss beider Dörfer an das Elektrizitätsnetz. 1993     Zinna und Welsau werden mit Telefonanschlüssen              versehen.
1995     Anschluss an das Erdgasnetz
1998     Ausbau innerörtlicher Straßen in Welsau
1999     Ausbau des Feuerwehrgerätehauses Welsau 2000/2003 Modernisierung und Sanierung der                                  Kindertagesstätte Zinna
2002/2003 Modernisierung der Kindertagesstätte Welsau 2004     Ausbau der Gehwege an der B 183

Auszug aus der Chronik von Zinna und Welsau
(mit Genehmigung der Gemeindeverwaltung)

Aus der Geschichte unserer Orte
Geschichte